Vorstand und Aufsichtsrat bereiten die Betriebsaufnahme vor
Mit der Gründungsversammlung am 23. Mai 2024 in Rheinbach und der Wahl von Vorstand und Aufsichtsrat wurden die Voraussetzungen geschaffen, um die Genossenschaft nach langer Vorbereitungsphase auf den Weg zu bringen. Auch wenn der reguläre Geschäftsbetrieb noch nicht aufgenommen werden kann, arbeiten die Verantwortlichen mit aller Kraft im Hintergrund weiter: zunächst galt es dem beauftragten Prüfungsverband, der die Aufgabe hat, Satzung und Businessplan auf Herz und Nieren zu prüfen, Rede und Antwort zu stehen. „Das braucht natürlich Zeit. Dieser Schritt ist wichtig, damit unsere Genossenschaft auf stabilen finanziellen Füßen steht.“ sagt Finanzvorstand und Steuerberaterin Stefanie Sültenfuß.
Inzwischen ist diese Prüfung erfolgreich abgeschlossen und unsere Genossenschaft beim Registergericht in Bonn endgültig zur Eintragung angemeldet. „Wir rechnen jetzt kurzfristig mit der Bestätigung der Eintragung in das Genossenschaftsregister. Dann sind wir endlich vollständig handlungsfähig.“ freut sich der Sprecher des Vorstandes Robert Hucho. „Wir gehen davon aus, daß sich danach zahlreiche Bürger der Region, die daran interessiert sind gemeinsam Erneuerbare Energien aus der Region für die Region zu erzeugen, uns anschließen und Genossenschaftsanteile zu jeweils EUR 1.000,00 zeichnen werden.“
Um sich rechtzeitig auf die nächsten Herausforderungen einzustellen, haben sich Vorstand und Aufsichtsrat am 1.8.2024 zu einem ausführlichen Strategiegespräch in Bornheim getroffen. Daran teilgenommen hat der ehrenamtliche Vorstand Dr. Georg Schneider (Unternehmer), Stefanie-Maria Sültenfuß (Steuerberaterin) und Robert Hucho (Unternehmer). Auch der Aufsichtsrat war komplett vertreten mit Ulrike Schmitz, Walter Klemmer, Nils Lenke, Axel Nagel und Prof. Hermann Schlagheck als Aufsichtsratsvorsitzender, alle aus der Region Rhein-Voreifel und ebenfalls ehrenamtlich tätig. „Wir wollen uns zukünftig mehrmals im Jahr treffen, um bei größtmöglicher Unabhängigkeit eine optimale Transparenz und Zusammenarbeit innerhalb der Bürgerenergie-Genossenschaft hinzubekommen“, so Prof. Hermann Schlagheck.
Bei diesem Treffen wurden insbesondere auch strategische Schwerpunkte beschlossen. Vor Allem möchte die BürgerEnergie Rhein-Voreifel sich auf Solaranlagen mit hohem Eigenverbrauch am Erzeugungsstandort und auf die Speicherung von Strom fokussieren. Ein ausführlich diskutiertes Konzept betrifft die Errichtung von Solaranlagen auf Schulen, die nicht nur Strom für die jeweilige Schule erzeugen sollen, sondern auch die Schüler jahrgangsübergreifend pädagogisch mit ökonomischen und ökologischen Inhalten in die Konzeption, die Errichtung und den Betrieb der Anlagen einbinden sollen. Darüber hinaus wird die Genossenschaft sich aber auch mit den anderen Formen der Erneuerbaren Energien wie Geothermie, Abwärme, Windkraft und Biomasse befassen.
Auch im Vorfeld der Eintragung wird der Vorstand bereits weitere Gespräche mit möglichen Projektpartnern führen und steht an einer Mitgliedschaft interessierten Bürgern der Region per eMail unter info@buergerenergie-rv.de für Fragen zur Verfügung. Das nächste Treffen ist für Mitte Oktober angesetzt.